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 Betreff des Beitrags: Anleitung zur Unzufriedenheit
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 13. Januar 2011, 10:07 
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Master of Suns
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Euch macht irgendwie alles keinen Spass? Eure Gildenleitung ist das Letzte, kriegt nix auf die Reihe und jeden Tag wenn ihr online kommt, wißt ihr bereits das ihr nach 5 Minuten anfangt euren Monitor anzuschreien? Ihr werft nach 10 Minuten eure Tastatur gegen die Wand, um nach 20 Minuten sinnlosem Gewarte im Gruppenfinder euren Stecker zu ziehen?

Bild
Quelle: paulstallard.files.wordpress.com


Dann seid ihr erfolgreich unzufrieden! Wenn ihr es noch nicht seid, aber gerne sein möchtet, dann haben wir hier die passende Anleitung dafür!

Anleitung zur Unzufriedenheit - Lektion 1: Weg mit dem Spielspaß!

MMOGs sind nicht dazu da, um Spaß zu haben. Sie sind bitterer Ernst, Schauplatz für Frustration und der beste Ort um dem inneren Schweinehund endlich einmal ein wenig Freiraum zu geben. Wer das immer noch nicht verstanden hat, dem sei dieser Ratgeber dringend ans Herz gelegt. Wir zeigen euch die ultimativen Tipps, wie ihr endlich ohne lästigen Spielspaß eure Zeit vergeuden könnt!

Bevor es losgeht, möchte ich noch einige Worte verlieren. Diejenigen, die aufmerksam die Kommentare unserer News und Artikel lesen, oder schon den ein oder anderen Artikel von mir gelesen haben, wissen, dass ich viel zu sagen habe. Viel ist nicht gleichbedeutend mit sinn- oder wertvoll, aber diesen Anspruch stelle ich auch gar nicht immer. Nett und zuvorkommend wie OnlineWelten nun einmal ist, habe ich mit der Kolumnenserie "OnlineWeltenbummler" meine ganz eigene Spielwiese bekommen. In dieser werde ich versuchen, auf möglichst interessante, manchmal hoffentlich auch unterhaltsame Weise, meine Sichtweise oder Gedanken zu bestimmten Themen rund um die MMOG-Welt loszuwerden. Erste Sprünge habe ich bereits in meinen bisherigen Kolumnen gewagt ('Casual-MMOGs: Der Mythos des Gelegenheitsspielens' und 'Auf der Suche nach dem RP im MMORPG'). Nun wird das Ganze etwas regelmäßiger, konfuser und möglicherweise auch zynischer stattfinden, aber ich möchte nicht zu viel versprechen.

Anfangen werde ich mit einer, wie ich mir denke, ganz besonders hilfreichen Lektüre. Viele von euch werden dieses seltsame Gefühl schon einmal gespürt haben, wenn ihr ein MMOG gespielt habt: Ihr seid motiviert, ihr genießt selbst die herrlich kitschigen Tierchen, die durch die Landschaft hüpfen, ihr unterhaltet euch köstlich mit euren Gruppenmitgliedern und der virtuelle Sonnenschein zaubert euch ein Lächeln ins Gesicht. Kurz: Ihr habt Spaß. Ja, ich weiß, ein grauenhafter Gedanke! Aber keine Sorge, mit unserer Hilfe schafft ihr es in wenigen einfachen Schritten all diesen Flowerpower-Kram über Bord zu werfen. Ihr werdet lernen, selbst euer bisheriges Lieblingsspiel keine Sekunde mehr zu genießen, euch selbst und die gesamte Community zu hassen - und schließlich in das lang ersehnte Jammertal des Unglücks hinabsteigen, damit die virtuelle Welt endlich genauso nervig wird, wie es die reale ohnehin schon ist. Den Anfang für diese Mini-Serie mache ich heute mit der richtigen Spielwahl, der optimalen Einstellung und der passenden Spielweise.

1. Das richtige Spiel
Alles beginnt mit der richtigen Spielwahl. Das liegt auf der Hand, denn zur perfekten Unzufriedenheit gehört einfach dazu, dass man an dem Spiel, in dem man seine Zeit verschwendet, auch regelmäßig etwas auszusetzen hat. Damit ihr wisst, nach welchen Kriterien ihr ein Spiel auswählen solltet, lasst uns zunächst mit einer sehr groben Einteilung beginnen. Wenn wir uns eine kleine Matrix mit vier Feldern vorstellen, so haben wir auf der einen Achse die Eigenschaften PvE- oder PvP-lastig und auf der anderen Free2Play oder Pay2Play (Abogebühren). Alle Spiele lassen sich innerhalb dieser Matrix platzieren. Sucht euch einfach bei beiden Dimensionen die Eigenschaften, die euch am meisten auf die Nerven gehen aus, schaut auf welche Spiele diese zutreffen, und schon habt ihr die mögliche Auswahl enorm eingeschränkt. Nehmen wir als Beispiel folgende Aussage: "Ich will keine monatlichen Gebühren zahlen und hasse es regelmäßig von höherstufigen Spielern umgenietet zu werden." Es wäre absolut absurd, würdet ihr euch in solch einem Fall für ein PvE-lastiges Free2Play-Spiel entscheiden, wo ein PvP-lastiges Pay2Play-Spiel euren Puls doch viel schneller auf 180 bringt.

Die Wahrheit ist jedoch, dass für den Profi die tatsächliche Auswahl im Grunde gar nicht so relevant ist, denn es gibt über jeden Aspekt etwas zu meckern. Aber zum richtigen Unglücklichsein gehört, dass ihr euch mit euren Kritikpunkten auch von ganzem Herzen identifizieren könnt, ansonsten besteht doch eine gewisse Restgefahr, dass euch das Spiel trotz aller Vorsätze und Vorurteile gefällt. Free2Play-Spiele sind zum Beispiel für Gerechtigkeitsfanatiker ein gefundenes Fressen, da man sich hier jederzeit wunderbar darüber beschweren kann, wie überzogen die Shop-Preise sind, und dass die Welt durch die erwerbbaren Vorteile ohnehin als Ganzes ungerecht ist. Ihr seht schon, den wahren Könner zeichnet aus, sich nicht nur auf themenbezogene Fakten zu konzentrieren, sondern die Emotionen des gesamten Weltschmerzes mit hineinzupacken. Bei Pay2Play-Spielen liegt der Vorteil ebenfalls auf der Hand: Abogebühren sind ohnehin nur eine weitere Ausgeburt des vermaledeiten Kapitalismus, der in der Spielbranche Einzug gehalten hat. Sie fesseln euch an ein Spiel und schränken euch in eurer persönlichen Freiheit ein. Natürlich lassen sich alle Argumente noch verfeinern, aber dieser Ansatz ist ausbaufähig, glaubt mir.

Die Sache mit PvP und PvE ist nicht ganz so einfach, da hier viele Spiele die beiden Elemente vermischen. Aber zumindest ein gewisser Fokus ist meist zu erkennen. Wer es nicht ausstehen kann, permanent von anderen Spielern attackiert zu werden, der ist bei einem PvP-lastigen Spiel genau richtig. Über nichts lässt es sich besser beschweren als über die Ungerechtigkeit der fiesen, egoistischen Mitspieler. Aber auch um sich selbst unbeliebt zu machen sind solche Spiele die ideale Spielwiese, aber dazu im nächsten Teil mehr. Wer hingegen nichts langweiliger findet, als für NPCs das Mädchen für alles zu spielen, der wird beim mit etlichen öden Quests verpacktem Grinden und Farmen so richtig auf Hochtouren kommen. Die verpönten Asia-Grinder können heutzutage zwar zugegebenermaßen nicht mehr als Geheim-Tipp bezeichnet werden, aber sie sind nach wie vor ein Dauerbrenner, wenn es darum geht über den Stillstand des Genres und die Ideenlosigkeit der Entwickler zu klagen.

Ihr seht, bereits eine solch primitive Einteilung lässt massig Raum für Kreativität. Dabei haben wir Themen wie Open-World versus Themenpark, Fantasy versus Science-Fiction und vieles mehr noch gar nicht angeschnitten. Wer sich nicht auf sein Gefühl verlassen will, für den empfehle ich folgende Profi-Methode: Sucht euch etwa sieben bis zehn Punkte, die euch bei MMOGs am meisten nerven. Wenn ihr wollt, könnt ihr sie noch nach Nerv-Faktor gewichten. Diese Eigenschaften stellen die Spalten einer Tabelle dar. Als Zeilen listet ihr alle Spiele, die in Frage kommen. Nun könnt ihr für jedes Spiel überprüfen, ob die entsprechende Eigenschaft vorhanden ist. Dies funktioniert als einfache Checkliste oder aber in der fortgeschrittenen Variante auch mit einer Punktebewertung. Der Kandidat mit den meisten Häkchen oder Punkten ist der Sieger: Dieses Spiel passt am allerwenigsten zu euch und hat die große Ehre, für die nächste Zeit Objekt eurer Hasstiraden zu werden.

2. Die optimale Einstellung
Nachdem ihr nun endlich ein neues Spiel auserkoren habt, könnt ihr nicht sofort losstarten, das ist euch doch hoffentlich klar? Erforschen und Erkunden war gestern. Wer so etwas Verpöntes tut, läuft Gefahr sich von einer unbekannten Welt in den Sog ziehen zu lassen und darin einzutauchen. Hört ihr's auch? Die Spielspaß-Alarmglocken läuten schon ganz schrill! Nein, nein, nichts geht über akribische Vorbereitung. Wenn das Spiel noch nicht erschienen ist, so studiert drei Monate lang alle Trailer und Vorschau-Interviews, die es dazu gibt. So baut ihr eine großartig illusorische Vorstellung darüber auf, die nur in vollem Ausmaß enttäuscht werden kann. Wenn das Spiel hingegen schon länger erschienen ist, so ist es immer gut, zuvor hunderte von anderen Meinungen zu lesen. So nehmt ihr euch jede Unbefangenheit und Möglichkeit, das Spiel auf eure ganz eigene Weise zu erleben, sondern wisst bereits im Vorfeld, mit welcher Einstellung ihr dem Spiel begegnen müsst. Selbsterfüllende Prophezeiungen sind einfach großartig!

Diese Vorgehensweise ist aber nicht nur auf emotionaler, sondern auch auf inhaltlicher Ebene ein voller Erfolg. Bevor ihr ein Spiel spielt, solltet ihr schon ganz exakt wissen, was euch erwartet. Am besten kennt ihr schon das sogenannte Endgame zumindest in der Theorie in- und auswendig, damit sich die Langeweile möglichst schnell einstellt, dies ist aber nicht zwingend notwendig. Pflicht ist hingegen definitiv, dass ihr bereits vor Beginn wisst, wie euer Charakter auf Maximalstufe aussehen wird. "Der Weg ist das Ziel" ist zwar ein nettes kleines Sprichwort für rechthaberische Pseudo-Philosophen, hat aber im harten Gaming-Alltag, insbesondere bei MMOGs, nichts zu suchen. Diverse Character-Builder-Tools sind daher unumgänglich. Wer will sich schon über die Überraschung einer unerwarteten, neuen Fähigkeit freuen? Genau, niemand, und darum ist sorgfältiges Planen angesagt.

Wahre Experten setzen hierbei die feindliche Gesinnung gegenüber Forschen und Entdecken konsequent fort und geben das Hirn bereits ab, bevor sie den PC einschalten. Sich selbst Gedanken zu machen ist so 90er, und darum macht man sich auf die Suche nach Charakterguides von fremden Spielern, die man ohne langes Nachdenken einfach übernimmt. Nur so ist gewährleistet, dass der Aufstieg bis zur Maximalstufe möglichst langweilig und ohne Überraschungen vonstatten geht. Zudem lassen sich damit auch hervorragend jede Menge nerviger Fragen an andere Spieler verbinden, aber dazu ebenfalls mehr im nächsten Teil.

3. Die passende Spielweise
Nachdem wir nun geklärt haben, wie ihr einem Spiel im Vorfeld gegenübertreten müsst, kann jetzt endlich das absolut unfröhliche und nervige Zocken beginnen. Wenn ihr folgende drei Merksätze im Schlaf beherrscht, habt ihr euer Ziel schon fast erreicht:

  1. Spielen hat nichts mit Spaß zu tun, es ist bitterer Ernst!
  2. Story und Atmosphäre sind etwas für Offline-Warmduscher, in MMOGs geht es nur um Zahlen und Spielmechanik!
  3. Die Entwickler/Publisher sind der Feind und ihr seid das Ziel aller Angriffe!

Seid ihr bereits selbst ein Guru auf diesem Gebiet, sind diese Dinge vermutlich eine Selbstverständlichkeit für euch. Allen anderen möchte ich auf dem Pfad der Erleuchtung beistehen, indem ich diese Punkte etwas genauer erläutere. Fangen wir gleich mit dem ersten und wichtigsten an, denn dieses Credo zieht sich durch alle weiteren Themen. Wie ihr mittlerweile wissen solltet, ist das Wort "Spiel" als Bezeichnung für unser aller liebste Zeitverschwendung eine völlige Irreführung. Viel zu oft wird es mit Spaß in Verbindung gebracht, was vielleicht im virtuellen Neandertal (historisch betrachtet) seine Gültigkeit hatte, aber längst nicht mehr zutrifft. Konsequenterweise müsste man das "G" für Game eigentlich weglassen und nur noch von MMOs sprechen, was zwar in ausgeschriebener Form keinen Sinn mehr ergibt, aber die Schreibfaulheit der Menschen sorgt schon dafür, dass sich darüber bald niemand mehr Gedanken machen würde.

Aber zurück zum Thema: MMOGs sind mit all ihren sozialen Komponenten längst der lange Arm der Realität in die Spielwelt und dementsprechend hat das virtuelle Universum genauso besch…eiden zu sein, wie das reale. Dazu bedarf es nur der richtigen Spielweise. Sich selbst viel zu wichtig und generell alles viel zu ernst zu nehmen, ist dabei ein grandioser Anfang. Schreibt euch "Schneller, höher, weiter!" oder "Ich muss der Beste werden!" auf einen Zettel und klebt ihn euch unter den Monitor. Vergleicht euch mit jedem, der euch über den Weg läuft und schon bald werdet ihr erkennen, welch lächerlich unbedeutende Randerscheinung ihr im virtuellen Gefüge seid. Setzt euch selbst unter Druck, und die Tatsache, dass es immer jemanden gibt, der besser ist als ihr – und meistens sind das sogar sehr, sehr viele – wird schon sehr schnell dafür sorgen, dass ihr den allgegenwärtigen Leistungsdruck der "echten" Welt mit ins Spiel genommen habt. Adios, Entspannung! Der bittere Ernst funktioniert natürlich auch hervorragend bei sozialen Kontakten innerhalb des Spiels, aber auch hier möchte ich euch vorerst auf den nächsten Teil vertrösten.

Ihr habt es nicht so mit dem Vergleich mit anderen, beziehungsweise sie sind euch einfach egal? Kein Problem, auch für Eigenbrödler gibt es genügend Ansatzpunkte! Setzt euch einfach völlig unrealistische, oder unter vernünftigen Gesichtspunkten total irrelevante Ziele und schon kommt der Druck von ganz alleine. Ideal eignen sich da natürlich die virtuellen Gegenstände, die es in jedem MMOG zuhauf gibt. Redet euch einfach ein, ohne dem Über-Set der hundertsten Stufe hat euer Dasein keinen Sinn mehr, sagt es euch jeden Tag vor dem Schlafengehen fünfmal vor, und binnen kürzester Zeit glaubt ihr daran. Wichtig ist dabei auch, stets den richtigen Blickwinkel zu bewahren. Es bedarf eigentlich keiner Erklärung mehr, dass Story und Atmosphäre in MMOGs völlig ausgeblendet werden können. Sie sind, genauso wie Quests und der ganze andere nervige Kram, nur dazu da, ein Rahmenprogramm für alle die schönen Zahlen, oft als Attribute, Skills, Stats und dergleichen bezeichnet, zu schaffen. Die Spielmechanik ist das einzige was zählt, und diese verlangt es in den meisten Spielen im Endeffekt nun einmal, am fröhlichen Wettrüsten teilzunehmen. Erzählungen wie "in Ultima Online konnte man noch seine eigenen Geschichten kreieren und erleben" zeugen entweder (wenn sie von euch selbst stammen) davon, dass ihr eigentlich schon viel zu alt für den ganzen Kinderkram seid, oder (wenn euch jemand anderes davon erzählt) es ist das senile Gebrabbel eines gefühlten Spiele-Opas, das ohne langes Zögern in die "Jaja, früher war alles besser"-Ecke verbannt werden kann.

Ein weiteres bewährtes Instrument um die ultimative Unzufriedenheit zu erreichen, ist es sich selbst stets in die Opferrolle zu drängen. Fehlt nur noch ein Täter. Wenn es nicht gerade die Mitspieler sind, eignen sich auch die Entwickler oder Publisher ideal dazu. Die haben nämlich das gesamte Spiel in Wahrheit nur erschaffen, um euch zu ärgern. Ihr müsst nur mit offenen Augen durch die Welt gehen. All die kleinen Bugs und Ungereimtheiten haben nur euer Unglück zum Ziel. Publisher wollen sowieso nur euer Geld und jeder Patch tut mit Absicht genau das Gegenteil von dem, was ihr euch wünscht. Sollte dies einmal absurderweise nicht der Fall sein, haben sich eure Verbesserungswünsche eben spontan geändert. Nehmen wir als Beispiel die allseits "beliebten" Balancing-Updates: Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass genau eure Klasse als einzige "generft" wird. Zufall? Wer’s glaubt! Das selbe gilt für all die ganz speziellen Bugs, die seltsamerweise immer nur genau euch betreffen und sonst fast niemanden – außer die Hälfte eurer Kontaktliste, aber die hatte einfach nur Pech und ist statistisch nicht relevant.

Damit belassen wir es fürs Erste, denn all diese grandiosen Weisheiten wollen erst einmal verarbeitet werden. Abschließend möchte ich noch anmerken, dass wenn ich von "euch" spreche, ich ein generisches Idealbild eines erfolgreichen Schülers der Unzufriedenheit meine, und dabei weder die gesamte MMOG-Community, noch konkrete Personen beleidigen oder anklagen möchte. Weder die eine, noch den anderen oder sonst wen. Na ja, sonst wen vielleicht schon, der war mir schon immer suspekt.

So geht‘s weiter
Nach dieser Lektion solltet ihr in der Lage sein, für euch selbst das unpassendste MMOG auszusuchen, euch bereits im Vorfeld jede Spielfreude auszutreiben und auch während des Spielens so zu agieren, dass der Spaß sich bereits vor Angst vor euch versteckt. Allen, die damit noch ein wenig Probleme haben, empfehle ich als Hausaufgabe, die hier gezeigten Lektionen ruhig einmal zu üben - am Besten in eurem aktuellen Lieblingsspiel, damit es das nicht mehr lange bleibt. Wenn ihr dann die erste Stufe der Unzufriedenheit erreicht und euer eigenes Spielvergnügen ausradiert habt, wird es an der Zeit, dies auch auf eure Mitspieler zu projizieren. Nirgendwo lässt es sich schöner unzufrieden sein, als in einer feindseligen Umgebung. Wie ihr dies bewerkstelligt, erfahrt ihr im nächsten Teil. Im weiteren Laufe dieser Mini-Serie lernt ihr zudem, wie ihr mit einem Spiel, von dem ihr eigentlich schon die Nase voll habt, noch möglichst lange euer Unglück nähren und wie ihr euch bereits vor Erscheinen eines Spiels durch übertriebene Erwartungshaltung und Co jede theoretische Chance auf Spielspaß zugrunde richten könnt.

Copyright © Onlineweltenbummler, Markus "Hyphistos" Rohringer 2011. All Rights Reserved.

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Gruß
Darkjewel

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Erst in der Finsternis kann man das Licht erkennen, das ein jeder von uns in sich trägt.


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